Hühnerkunde

Herkunft
 
Das Haushuhn gehört zur Familie der Hühnervögel. Das in Indien beheimatete Bankiva-Huhn gilt als Hauptstammart. Als domestiziertes Huhn ist es aus dem Ostasiatischen Raum und dem Mittelmeerraum in die übrige Welt gelangt. Durch Jahrhunderte lange Zucht sind rund 150
verschiedene Rassen entstanden. Heute wird unterschieden zwischen der Rassengeflügelzucht
und der Hybridenzucht.

Das Bankiva-Huhn

 
                

Geschichte
 
In der Evolutionsgeschichte stammt das Huhn vom Dinosaurier ab. Betrachtet
man das Skelett eines Huhnes, wird diese Verwandtschaft sofort sichtbar. Das
Huhn hat den typischen Körperbau des Vogels. Es ist besser im Laufen als im
Fliegen. Daher hat es starke Läufe und Beinmuskeln. Seine Körpertemperatur
ist mit 40-42°C höher als jene der Säugetiere.


                                             

 
Verhaltensweisen
Typische Verhaltensweisen für das Huhn sind die Futtersuche, die Nestwahl und die Eiablage das Sandbaden und die Gefiederpflege, das Fliegen und das Aufbaumen zum Ruhen. Wenn ein Huhn sich auf einer Sitzstange oder einem Ast zum Ruhen niederlässt, sorgt der Krallenmechanismus für einen festen Halt und verhindert, dass es in schlafendem Zustand hinunterfällt. Ausserdem halten sich Hühner in Herden an eine strikte Rangodnung, die mit der sogenannten Hackordnung durchgesetzt wird. Diese Erkenntnisse sind wichtig für die artgerechte Haltung. In freier Natur legt das Huhn vor allem im Frühling Eier. Dabei weiss das Huhn nicht, ob seine Eier befruchtet sind oder nicht.
Ein Naturhuhn legt 8 bis 10 Eier und beginnt, auf den Eiern zu sitzen und diese während drei Wochen bei einer Tempetatur von 37°C auszubrüten. Mit dem Schnabel wendet es die Eier mehrmals am Tag, damit das wachsende Küken nicht an der Schale anklebt. Am 21. Tag erfährt das Huhn, ob seine Bemühungen von Erfolg gekrönt waren. Schlüpfen Küken, beginnt für die Henne deren Betreuung. Waren die Eier dagegen nicht befruchtet, überlässt das Huhn die inzwischen weitgehend faul gewordenen Eier Füchsen und Raubtieren. Die heutigen Legehennen verhalten sich nicht grundsätzlich anders. Weil der Mensch die Eier als hochwertiges Nahrungsmittel schätzt, nimmt er es dem Huhn
weg, bevor es auf diesen sitzen kann. Das Huhn ist deswegen keineswegs Erzürnt, im Gegenteil es freut sich, ein neu gelegtes Ei jedes Mal mit lautem Gackern ankünden zu dürfen. Vereinzelt kann es unter Federvieh zu  Untugenden kommen wie Federpicken, Kanibalismus, Eierfressen oder anderen
Störungen. Entgegen weit verbreiteter Meinungen kommen diese Untugenden in sämtlichen Halteformen und in Herden aller Grössen vor- die Ursachen sind wahrscheinlich Revierkämpfe, wie sie in der Natur  auch zu beobachten sind.
 
 
Rassengeflügelzucht

Die Rassengeflügelzucht wird vor allem von Liebhabern betrieben. Die äussere Schönheit der Tiere ist hier wichtiger als der Eierertrag. Für die Geflügelwirtschaft ist die Rassengeflügelzucht aber wichtig, weil dadurch wervolles Erbmaterieal der Unterrassen erhalten bleibt.

                
                                 
 
Hybriden

 
In der Hybridzucht wird eine Spezialisierung vorgenommen: Es wird unterschieden zwischen Hybridlinien für Mast- und Legetiere (d.h. für die Fleisch- und die Eierproduktion). In der Eierproduktion sind die Hybridtiere auf eine hohe Leistung gezüchtet. Daher verwendet die Geflügelwirtschaft ausschliesslich bewährte Hybridlinien. Was heisst nun Hybrid? Hybriden beruhen auf der Kreuzung verschiedener Rassen nach ausgeklügelten, erprobten Selektionskriterien. Durch den Kreuzungseffekt weisen diese Hybriden eine höhere Leistungsfähigkeit und Robustheit auf als die reinen Ausgangsrassen. Würden Hybridtiere zur Weiterzucht verwendet, ginge die Leistungsüberlegenheit wieder verloren. Daher beginnt der Aufbau einer Hybridlinie stets mit der Verwendung
von Erbgut aus der Basiszucht.

Hühnerhaltung und Eierproduktion

Legehybriden

Legehybriden stammen meist aus Vierlinienkreuzungen. Man unterscheidet zwischen den leichten, weissen und den mittelschweren braunen Hennen. Die braunen Tiere sind weniger schreckhaft, weshalb sie sich besser für die Auslaufhaltung eignen. Die Genetik bestimmt die Farbe der Eischale:
Hühner mit roten Ohrläppchen legen braunschalige Eier, Hühner mit weissen Ohrläppchen legen weissschalige Eier.
 
 
Brut und Aufzucht

Um befruchtete Eier zu erzeugen, braucht es einen Hahn, wobei der Hahn für 10 bis 20 Hennen "zuständig" ist. Die Henne legt so viele Tage lang Eier, bis das Gelege vollständig ist. Das ist bei 10 bis12 Eiern der Fall. Dann beginnt sie auf den Eiern zu "sitzen"und diese auszubrüten. Die Entwicklung des Embryos beginnt erst mit der Bebrütung. Dadurch schlüpfen die Küken alle am gleichen Tag. Die heutige Eierproduktion wäre mit der Naturbrut nicht denkbar. Mit der Kunstbrut können Brütereien gleichzeitig mehrere Tausend Küken ausbrüten.

Vermehrungsbetriebe

Die schweizerischen Vermehrungsbetriebe importieren von den ausländischen Zuchtfirmen die Elterntierküken. Diese werden aus Sicherheitsgründen während der ersten 5 Wochen unter tierärtzlicher Überwachung gehalten. Im Alter von fünf Monaten beginnen die Tiere mit dem Legen der Bruteier. Nach einer Brutzeit von 21 Tagen schlüpfen die Küken, die später Eier legen werden.




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