Tierbetreuung

Wir legen grossen Wert auf gesunde, schöne und robuste Tiere,
das wichtigste aber auf ein intaktes Federkleid.


Weisse Herde mit 2 Jahre alte Hennen, die braunen Tiere sind ebenfalls 22 Monate alt

 


Untugenden

Vereinzelt kann es unter Hühnern zu Untugenden kommen wie
Federnpicken, Kannibalismus, Eierfressen oder anderen Störungen.
Entgegen weit verbreiteter Meinungen kommen diese Untugenden
in allen Halteformen und Herdengrössen vor. Die Ursachen sind möglicherweise
Revierkämpfe wie sie in der Natur auch zu beobachten sind.
In vielen Betrieben wir darum noch heute den Hennen der Oberschnabel gekürzt.
Eine reine unnötige Präventionsmassnahme zum Unwohl der Tiere.

Die grösste Ursache liegt nach unserer Meinung aber in der Haltung und
Betreuung der Tiere. Eine grosse Rolle spielt die Aufzucht, die Ställe,
sowie das Futter.


Die Geflügelhaltung

Das besondere an der Geflügelhaltung ist, dass der Geflügelzüchter nicht
einzelne Tiere betreut, sondern ganze Herden. Störungen bei einzelnen Tieren
geben im Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand der ganzen Herde.
Oberstes Gebot in der Geflügelhaltung ist die Hygiene.
Trotz guter Betreuung lassen sich Krankheiten nicht immer vermeiden.
Dazu zählen Bakterien- und Virusinfektionen sowie Parasitenbefall.


Ausbildung

Die Geflügelhaltung ist eine komplexe Materie, deren Handhabung
gelernt sein will. Das traditionelle Qualitätsbewustsein der Schweizer
Verbraucher erfordert von uns Geflügelhaltern, einwandrei zu produzieren.

Die 1935 gegründete Schweizerische Geflügelzuchtschule in
Zollikofen (heute Aviforum) bildet Interessierte zu Geflügelzüchtern aus.
Am Ende der dreijährigen Ausbildungszeit steht ein Diplom für Geflügelzüchter,
das vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie anerkannt wird.
Nach weiteren Praxisjahren und dem Besuch eines Betriebsleiterkurses
kann der Geflügelmeister erreicht werden.


Legedauer

Im Jahr legt ein Huhn an die 300 Eier, und zwar unabhängig von der Tatsache,
ob diese nun befruchtet sind oder nicht. Wie beim Menschen findet regelmässig
ein Eisprung statt, der bei Hühnern aber fast täglich erfolgt. Es können sich am
gleichen Tag auch zwei Eizellen aus den Eierstöcken lösen. Dennoch legt das
Huhn nur ein Ei, in diesem Fall aber mit zwei Dottern.
Hühner können zwar mehrere Jahre alt werden, doch ihre Legeleistung nimmt
nach dem ersten Legejahr rasch ab und deckt nicht einmal die Futterkosten.
Daher werden die Hennen in den meisten Betrieben nach 1 Legejahr durch
Junghennen ersetzt. Sie werden darauf geschlachtet und als Suppenhühner
verwertet.

Wir unterbrechen die Legetätigkeit unserer Hennen nach ca. 10 Monaten 
mit einer Erholungszeit, man spricht hier von der "Mauser". Während dieser
Zeit legen die Hennen keine Eier. Sie regenerieren sich und erhalten ein neues
Federkleid. Nach der Mauser werden Legeleistung und Schalenqualität wieder besser.
Nach weiteren 6 Monaten Legetätigkeit werden sie dann geschlachtet.


Gesundheits- und Präventionskonzept

Wenn es darum geht, das Wirtschaftsgeflügel gesund zu erhalten und vor
Krankheiten zu schützen, geht die Schweiz eigene äusserst erfolgreiche Wege.
Bei den anzeigepflichtigen Tierseuchen bestehen klare gesetzliche Vorschriften,
welche Kontrollen und Quarantänebedingungen einzuhalten sind. So müssen
beispielsweise Herden mit Salmonella enteritidis zwingend geschlachtet werden
und die Ställe desinfiziert werden. Im Ausland dagegen dürfen Eier von Herden
mit Salmonella enteritidis weiterhin verkauft werden.
Bei den nicht anzeigepflichtigen Seuchen handeln wir nach dem Grundsatz:
Vorbeugen ist besser als heilen. Wir achten darauf das unsere Tiere nicht in
Kontakt mit anderen Hühnern kommen, der Hygiene auf dem Betrieb kommt
grosse Bedeutung zu, unsere Ställe werden vor jedem Tierwechsel äusserst
genau gewaschen und desinfiziert.
Vor allem aber: wir verzichten ganz bewusst auf Impfprogramme, weil solche
das Problem nicht lösen: Impfstoffe stellen eine Belastung der Tiere dar,
eliminieren die betreffenden Krankheiten nicht, sondern fördern im Gegenteil
noch das Krankheitsaufkommen. Ausserdem: Haben sich gewisse Viren in
einem Betrieb erst einmal eingenistet, bringt man die Ställe nicht mehr sauber,
man ist dann zum fortgesetzten Impfen in grossem Stil gezwungen.




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